Was ist der Wohlfahrtsfonds der ESA-Angestellten?
Einige Angestellte haben sich entschieden, regelmäßig von ihren Gehältern einen Beitrag zu leisten um finanzielle Mittel zusammen zu bringen, mit denen sie anschließend konkreten Menschen helfen, die dies benötigen. Der Fonds wurde zwecks Zusammenschließung von Menschen mit gleicher Denkensweise gegründet, denen das Schicksal der Mitmenschen nicht gleichgültig ist und mit Hilfe ihrer Beiträge zusammen Menschen in Not gefunden werden und ihnen geholfen wird. Im Laufe von einigen Monaten kamen weitere Kollegen dazu und heute zählt unser Wohlfahrtsfonds 35 Mitglieder, die dem Fonds regelmäßig Beiträge leisten. Gleichzeitig trägt auch der Arbeitgeber bei, und zwar mit dem gleichen Betrag, wie alle Fondsmitglieder zusammen.
Wem hat der Wohlfahrtsfonds bereits geholfen?
Dank den Beiträgen unserer Mitglieder leistet der CHF seit Mai 2005 der gelähmten Renata Beiträge für den persönlichen Assistenten. Renata ist seit ihrer Kindheit gelähmt und die Hilfe des persönlichen Assistenten ist unumgänglich. Die staatlichen Institutionen bieten ihr nur eine Alternative - eine Behindertenanstalt. Dank dem CHF kann Renata "fast" selbständig in einer eigenen Wohnung mit Hilfe des persönlichen Assistenten leben.
Im September 2005 haben wir dem Jirka einen Rollstuhl gekauft, der in dem Sozialpflegeheim in Štenberk lebt. Jirka ist sehr stark geistig und körperlich behindert. Dank dem Rollstuhl kommt er auf die frische Luft, was für ihn in der Vergangenheit undenkbar war.
Im Dezember 2005 haben wir die Frau Pekárková, die allein mit ihrer 4jährigen Tochter lebt und die eine Kinderlähmung durchmachen musste (sie spricht nicht und kann nur liegen), nach Ostrava zur Bobata-Therapie geschickt, die der Verbesserung der Beweglichkeit beiträgt. Die Therapie selbst wird zwar von der Krankenkasse übernommen, jedoch die Mutter konnte wegen ihrer schwierigen Lebenssituation nicht hinfahren und für ihre Unterkunft aufkommen. Dank uns hat es Frau Pekárková gelernt, die Therapie selbst anzuwenden, um ihrer gelähmten Tochter zu helfen.
Seit Februar 2006 helfen wir der Štìpanek-Familie mit ihrer Tochter Petra. Petra wurde in dem Alter von sechs Monaten gegen Keuchhusten geimpft. Diese Impfung hat jedoch eine schwere Gehirnfehlfunktion verursacht. Heute ist sie 10 Jahre alt und ist schwer geistig und körperlich behindert. Und dies erfordert eine Rund-um-die-Uhr-Pflege. Bis vor kurzer Zeit war es eine große Hilfe für sie, als täglich eine Krankenschwester aus der Heimpflegeagentur zu ihr kam. Seit Januar gibt es im Zusammenhang mit der Situation im Gesundheitswesen schwerwiegende Änderungen, wobei die Krankenversicherungen den Kinderärzten den Pauschalbetrag gekürzt haben, von dem die erwähnte Heimpflege bezahlt wurde. Zu den Štìpáneks kommt daher die Krankenschwester nur noch für eine Stunde und werktags, was natürlich nicht ausreicht. Der Wohlfahrtsfonds hat sich daher entschieden, diese Familie in seine Hilfetätigkeit mit einzuschließen und für den Besuch der Krankenschwester bis zu der Zeit beizutragen, bis die Krankenversicherung die Zahlungen erneut aufnimmt.
Im März 2006 haben wir einen Serviertisch für die Veronika gekauft, die in ihrem 18. Lebensjahr bei einem Autounfall schwer verletzt wurde. Die Folge des Unfalls war, das Veronika ein Jahr lang im Koma lag. Nach dem Erwachen sind weitere Komplikationen aufgetreten, die ebenfalls fast ein Jahr lang dauerten und somit eine rechtzeitige Reha-Aufnahme nicht mehr möglich war. Derzeit hat sie einen Reha-Aufenthalt in Kladruby hinter sich, doch sie kann immer noch nicht gehen, ihre gesamte Beweglichkeit ist nicht in Ordnung und sie ist auf die Hilfe einer anderen Person angewiesen. Die Veronika braucht für ihren Alltag einen Serviertisch mit justierbarer Position der Tischplatte, der von der Krankenkasse nicht bezahlt wird. Es freut uns sehr, dass wir wenigstens mit etwas der Veronika helfen konnten, wenn das Schicksal zu ihr so grausam war.
Was für Ambitionen hat der Fonds?
Denjenigen zur Seite stehen, die es brauchen, genau die richtige Art der Hilfe zu finden, die von den staatlichen Institutionen „vergessen“ wurde, kurz gesagt sich bemühen, das Leben denjenigen zu erleichtern, die es wirklich nicht leicht haben.
Es hat sich erwiesen, dass auch ein scheinbar bedeutungsloser Einhundertkronenschein bedeutend helfen kann, wenn er mit anderen Einhundertkronenscheinen bei einem konkreten Menschen zusammen kommt, der Hilfe braucht.
